TIEFE STATT BREITE – WILLKOMMEN BEI BORGO LA STELLA

Unverfälschte Terroirweine anbauen zwischen Machen und Geschehenlassen. Verschüttete Dinge schmecken, die der modischen Weinwelt verschlossen sind.



Für uns Weinfreunde ist nun der Augenblick gekommen. Nach Jahren der Jagd auf Superlabels mit bis auf das Maximum gesteigerter Komplexität und Konzentration um jeden Preis – aber mit wenig unverfälschtem Charakter – ist es jetzt gut. Wir wissen jetzt, was eine perfektionierte Kellertechnik zu leisten imstande ist. Wir haben uns in den Strudel des weltweiten Hype um toskanische Tropfen hineingetrunken. Wir haben aktiv oder als staunende Beobachter die Schamgrenzen dreistelliger Flaschenpreise neu definiert. Robert Parker und Kollegen haben uns mit ihren Punktelisten gelehrt, dass sich komplexe Geschmacksbilder von Weinen auf Zahlenwertungen statt Genuss reduzieren lassen.

Wir haben aus Neugierde, Labelgläubigkeit und Leckerei, fette, üppige Weine zum Nonplusultra erhoben. Vanille, Tabak und Pflaume wurde zu unserem Modegeschmack. Inklusive der entsprechenden Preisakzeptanz, erzeugt von – zurecht – hochgelobten Önologen.

Und nun kommen wir vom Weingut Borgo la Stella und sagen: jetzt ist es gut. Nicht, dass wir den Markt fluten könnten oder wollten. Wir haben nur wenige Flaschen. Aber wir möchten Ihnen sagen: Falls es stimmt, dass nun – neben den „Fruchtbomben“ auch die ein wenig strukturiertere, unverfälschte Eleganz wieder gefragt ist. Falls wir offenporiger dafür werden, dass auch Tiefe statt Breite die Gemütslage der zukünftigen Kennergeneration mitprägen wird. Falls geschliffene Terroir-Aromatik uns wieder Dinge schmecken lassen sollte, die lange verschüttet waren.

Dann möchten wir sagen: Besuchen Sie uns. Kosten Sie mal. Wir beraten Sie gerne persönlich.

Mit herzlichen Grüßen